Verband Deutscher Charolais Zchter e.V. Verband der Deutschen CHAROLAIS ZÜCHTER e.V.
Fleischrindjournal
Beste Werbung für die Rasse (vom 09.10.2021)

Zur 33. Bundesschau des Verbandes der deutschen Charolais-Züchter e.V. waren in diesem Jahr am 08.& 09.10.2021 insgesamt 40 Zuchtbetriebe aus nahezu ganz Deutschland und dem angrenzenden Elsass mit 98 Tieren nach Alsfeld angereist. Erfreulicherweise kommen auch immer noch „neue“ Schaubeschicker hinzu. In diesem Jahr konnte die Charolais-Familie den Betrieb Frank Albrecht, Tetenhusen als Neubeschicker begrüßen. Auf vielfachen Wunsch der Züchterschaft fungierte ein internationales Preisrichter-Duo bestehend aus dem erfahrenen Preisrichter Stefan Tröstl, Österreich und dem ehemaligen Präsidenten des französischen Herdbuches Michel Baudot.

Zahlenmäßig und qualitativ spitze! So könnte das Motto für die Kategorie Kuhkälber lauten. Kurz nach halb zehn startete hier am Samstag der Wettbewerb. In zehn Klassen stellten sich 47 Kuhkälber den kritischen Augen der Preisrichter. Diese legten beim Richten ein Hauptaugenmerk auf den Rassetyp mit einem ausdrucksstarken Kopf und dem typischen breiten Flotzmaul. Ebenso wichtig war aber in der Entscheidung und auch der Kommentierung die Mittelhandlänge, die Rumpftiefe und das Becken der vorgestellten Schautiere. In der ersten Klasse überzeugte die Preisrichter die Nevers-Tochter Sahra aus der Gries GbR, Laubach in den genannten Merkmalen. Sebastian Krause aus Frankenthal in Sachsen sicherte sich den zweiten 1a Platz mit seiner sehr harmonischen und exterieurstarken Organdi-Tochter Rita. Mit ihrer hervorragenden Bemuskelung, bestem Becken und ihrem femininen Ausdruck überzeugte auch Diva, eine Lacustre-Tochter aus der Zucht von Thomas Schrell, Kierspe und sicherte sich den dritten 1a Platz. In der vierten Altersklasse setzte sich die Nirvana-Tochter Selina aus der Zuchtstätte Bernfried Brinker, Legden mit ihrer außergewöhnlichen Entwicklung und ihrem Schick an die Spitze. Auch in der fünften Altersklasse kam das 1a-Kuhkalb aus der Zuchtstätte Brinker. Seville heißt die außergewöhnlich gute Optimal-Tochter. Sie wusste die Preisrichter in ihren Bann zu ziehen und überzeugte in Entwicklung, Körper- und Beckenbreite, mit ihrer Ausstrahlung und einem hervorragenden Seitenbild vollends. Mit „Supergirl“ hatte die Zuchtstätte von Francis Böhmler, Forstfeld schon bei der Namensvergabe ein gutes Händchen, denn ebenjene gewann die sechste Altersklasse. Neben einem tollen und ausdrucksstarken Kopf und Rassetyp beeindruckte sie auch in allen wichtigen Körpermerkmalen. Enorm breit und mit hervorragender Länge präsentierte sich das beste Kuhkalb der siebten Richtgruppe. Die genetisch hornlose Comet-Tochter stellte die Zuchtstätte Peter Ramm, Kirchhundem aus. Ihrem Namen entsprechend beeindruckte Starlight aus dem Landwirtschaftsbetrieb Wetzel in Thum-Herold in der achten Klasse. Ihr hervorragendes Becken, die gute Breite und der durch das gute Styling besonders gut herausgebrachte Rassetyp zeichneten sie aus. Mit Melbourne stellte der Betrieb Mathilde Stümmler das 1a-Kuhkalb in der neunten Klasse. Die Major-Tochter beeindruckte in sehr jungem Alter durch absolut hervorragende Breite im Körper, eine sehr gute Bemuskelung und Typ. Die jüngste Altersklasse sicherte sich abermals die Zuchtstätte Brinker mit dem jüngsten Tier der gesamten Schau. Sunshine unterstrich nochmals die hervorragende Vererbungsleistung ihres Vaters Nirvana und die langjährige und intensive Zuchtarbeit des Züchters.\r\nDiese zahlte sich in der abschließenden Siegerauswahl aus. Nachdem die ersten fünf 1a platzierten Kuhkälber den Ring verlassen hatten, begutachteten die Preisrichter alle übrigen auch nochmals in der Bewegung. Letztlich einen Tick besser fanden die Preisrichter abschließend dann Seville aus der Zuchtstätte Brinker. Sie darf sich in Zukunft mit dem Bundessiegertitel schmücken. Die ebenfalls in ihrer Klasse schon sehr auffällige Supergirl brachte den Reserve-Titel für den Betrieb Böhmler ein.\r\nJungrinder in voller Pracht. In fünf Altersklassen traten die 26 Jungrinder gegeneinander an. In der Gruppe der ältesten Tiere sicherte sich souverän Frieda aus der Zuchtstätte Jörn Grimminger den Klassensieg. Die genetisch hornlose Färse beeindruckte dabei neben Rassetyp und Korrektheit vor allem in ihrer Mittelhandlänge.Mit Rainbow aus dem Betrieb Brinker sicherte sich das Reservesieger-Kuhkalb von 2020 auch in diesem Jahr den 1a Platz in ihrer Richtklasse. Sie beeindruckte alle Anwesenden mit einer super Weiterentwicklung und ihren hervorragenden Rasseeigenschaften. Mit der perfekt herausgebrachten genetisch hornlosen Maira sicherte sich der Betrieb Marko Beu, Osterholz-Scharmbeck die dritte Klasse. Den fünften 1a Platz für ihren Züchter und den vierten einer Nirvana-Tochter erreichte Raechel von Bernfried Brinker in der fünften Altersklasse. Mit einem altersmäßig großen Abstand aber einer guten Klasse bestehend aus fünf Tieren folgte die letzte Jungrinderklasse. Die absolut typvolle und rahmige Wilma überzeugte hier das Preisrichter-Duo. Ihre Vorzüge in Typ und Körperlänge und der breiten und festen Lenden-Bemuskelung brachten ihr den Klassensieg und in der Siegerauswahl auch verdient den Titel Reserve-Siegerin. Hierüber freute sich der Zuchtbetrieb Lutz Kulina, Gardelegen sichtlich. Den Siegertitel vergaben die Preisrichter an Rainbow, die nach dem Reservesieg im letzten Jahr jetzt den Siegertitel einsammeln konnte. Mit zwei Siegertiteln und fünf 1a sowie einem 1b Platz unterstrich die Kollektion der Zuchtstätte Brinker wieder einmal die Qualität der Zuchtarbeit. Jungzüchter mit viel Erfahrung \r\nIm Jungzüchter-Vorführwettbewerb traten in diesem Jahr 14 Teilnehmer gegeneinander an. In der ersten Altersgruppe setzten sich mit Melissa Einemann aus Ottersberg und Lukas Kuntze aus Grumbach gleich zwei Jungzüchter aus dem Gebiet der MASTERRIND an die Spitze. Auch Lea Meyer aus Syke tat dies in der zweiten Altersklasse. Mit einer sehr ruhigen und bedachten Vorführleistung sicherte sich Jannik Döhne aus Wolfhagen den zweiten Platz in der zweiten Gruppe. In der jüngsten Altersklasse dominierte Franziska Ramm aus dem Sauerland die gesamte Gruppe. Dicht auf den Fersen war ihr aber Leon Schneider aus Lollar mit einem „geliehenen“ Kuhkalb. In der Endauswahl der letzten sechs ließen die niedersächsischen Preisrichter Hannes Wehde und Jannik Kastens die Jungzüchter die Tiere tauschen. Mit einem fremden Tier zeigte Franziska Ramm eine ebenso ruhige wie aufmerksame Leistung, sodass an ihr kein Weg vorbeiführte und sie die begehrte Siegerschärpe bekam. Mit einer souveränen Leistung sicherte sich Jannik Döhne den Reservesieg. \r\n\r\nDoppelsieg bei den Bullenkälbern\r\nDie zahlenmäßig durch Ausfälle am meisten geschrumpfte Kategorie der Bullenkälber beeindruckte in der Spitze mit den gezeigten Qualitäten. In der ersten Gruppe sicherte sich Ibrahim, ein Ibra Mic – Sohn aus der Zucht der Gries GbR in Laubach den Klassensieg. Neben seiner Größe und der Körperlänge bestach er durch gute Bemuskelung und Rassetyp. Ebenfalls aus dem Hause Gries stammte der Osaka-Sohn Omar, der in der zweiten Klasse die Spitze bildete. Wie bei seinem Stallgefährten passten hier alle rassetypischen Merkmale und die hervorragende Gesamtentwicklung super zusammen. Einen schönen Erfolg erzielte die Zuchtstätte Sebastian Brühl, Battenberg mit Jamie, dem 1a Bullenkalb der dritten Gruppe. Besonders erwähnenswert zu diesem Japhet-Sohn ist seine feste und gute Bemuskelung in Rücken und Keule. Auch der vierte Klassensieg ging in diesem Jahr nach Hessen. Der Zuchtbetrieb Reinhard aus Brechen freute sich über den Erfolg des Glorieux-Sohns Goliath. Neben einem sehr typvollen Kopf bestach Goliath mit einem hervorragenden Rumpf und einer festen Bemuskelung. Die beiden letzten Altersklassen sicherten sich Bullenkälber aus der Zuchtstätte Böhmler. Zuerst beeindruckte der Prince-Sohn Sigurd mit seiner plastischen Bemuskelung und den guten Übergängen bei hervorragendem Rassetyp. In der jüngsten Altersgruppe beeindruckte der genetisch hornlose Sultan sowohl die Preisrichter als auch die Zuschauer. Seine hervorragenden Rasseeigenschaften, die harmonische Bemuskelung und die sehr gute Breite in der Vorhand blieben den Preisrichtern nachhaltig im Kopf. In der Siegerauswahl setzte sich Sultan gegen seinen Stallgefährten Sigurd durch und konnte sich als genetisch hornloser Vertreter den Bundessiegertitel sichern! Die Zuchtstätte Böhmler freute sich neben dem Reservesieg bei den Kuhkälbern über den Doppelsieg bei den Bullenkälbern.Nach zwei Tagen Bundesschau geht der Dank wie immer an alle helfenden Hände aus den Reihen des Vorstandes und der Züchter – ohne Euch wäre die Organisation der Schau nicht machbar! Zum zweiten geht der Dank aber natürlich auch an die Beschicker ohne die eine Schau mit der Quantität und Qualität nicht möglich wäre. Um es mit den Worten unseres Preisrichters Stefan Tröstl auf den Punkt zu bringen: Die diesjährige Bundesschau war wieder einmal die beste Werbung für unsere Rasse!\r\n\r\nClemens Braschos\r\n\r\nDie Prämierungsliste finden Sie unter \"Dokumente\"

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Beste Werbung für die Rasse

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