Verband Deutscher Charolais Züchter e.V. Verband der Deutschen CHAROLAIS ZÜCHTER e.V.
Fleischrindjournal

Teichröda – zum Zweiten (vom 08.10.2016)

Ein umfassendes Schaufenster der Charolaiszucht und ein qualitativ hervorragendes Schauprogramm bot die insgesamt 28. Charolais-Bundesschau, die am zweiten Oktoberwochenende zum zweiten Mal in Folge in Teichröda in Thüringen stattfand. Genau 92 Schautiere der Kategorien Bullen- & Kuhkälber sowie Jungrinder gingen in der bestens vorbereiteten Schau-Halle in den Wettbewerb und stellten sich dem Urteil des bekannten französischen Charolais-Züchter Jean-Louis Riotte aus Angely.
Die Güte der ausgestellten Tiere war eine sehr gute Werbung für die Rasse und die einzelnen Züchter und die Schaubilder der 1a prämierten Tiere in den Kategorien waren sowohl für die Beschicker als auch für die zahlreichen Besucher ein echtes Highlight!

Bullen
In der Kategorie der Bullenkälber gingen insgesamt 29 junge Bullen bzw. Bullenkälber in sieben Richtklassen in den Wettbewerb. Der Heracles Sohn Hexagon aus dem Betrieb der Gries GbR aus Laubach konnte die erste Richtklasse auf Grund seines guten Exterieurs und seines tadellosen Skelettes für sich entscheiden. Mit dem 1a prämierten Eisenstein von Erst-Beschicker Harald Knippenberg machte der langjährige Besamungsbullen Exclusif seinem Ruf als besonders guter Vererbern im Bereich der Skelettmerkmale in der zweiten Altersklasse alle Ehre. Die dritte Klasse konnte mit dem vor allem in den Punkten Rahmen und Korrektheit des Skelettes der Valseur-Sohn Valko aus dem Betrieb Ernst-August Arndt, Syke für sich entscheiden. Mit einer hervorragenden Bemuskelung überzeugte der Espion-Sohn Leopard aus der Zucht von Francis Boehmler aus Forstfeld im Elsass und gewann souverän die vierte Altersklasse. Im fünften Ring stand mit Lingot ebenfalls ein mittelrahmiger, hervorragend bemuskelter Bulle aus dem Betrieb Boehmler an erste Stelle. Jonathan hieß der Sieger der sechsten Altersklasse. Diesen rahmigen und bestens herausgebrachten Joyau-Sohn präsentierte der Betrieb Robert Allmannsberger, Fürstenzell im Ring. Ein absolutes Highlight war auch Moogli, aus der Zuchtstätte Boehmler. Er konnte mit enormer Entwicklung im Rahmen, einer sehr guten Bemuskelung und einem sehr guten Skelett, aber vor allem auch mit einem hervorragenden Rassetyp Jean-Louis Riotte voll überzeugen und wurde nicht nur 1a Prämiert sondern in der Endauswahl auch zum Sieger der Bullenkategorie gekürt.
Knapp geschlagen geben musste sich hier der ebenfalls noch sehr junge Jonathan aus dem Betrieb Allmannsberger – er bekam den Reservesieger-Titel.

Jungrinder
Zum ersten Mal dabei und sofort ein 1a prämiertes Jungrind präsentierte sich mit Thierry Kolb ein ebenfalls neuer Schaubeschicker aus dem Elsass. Seine enorm große und gut entwickelte Daufin SC –Tochter Ludique entschied die erste Altersklasse der Jungrinder knapp für sich. Klar vorne ging auch die Siegerin der Kategorie Kuhkälber aus dem Jahr 2015 - Joviale aus der Zucht von Sebastian Krause aus Frankenthal in Sachsen. Als schwerstes Jungrind konnte sie neben der Masse auch mit ihrer Klasse im Rassetyp voll überzeugen. Fabienne aus der Zucht Schneider aus dem hessischen Lollar konnte die dritte Altersklasse für sich entscheiden. Die Fakir-Tochter überzeugte mit enormer Gesamtharmonie und einem tollen Seitenbild. Die jüngste Klasse der Jungrinder machte es dem Richter auf Grund des sehr großen Altersunterschieds der Einzeltiere nicht leicht. Mit Olivia entschied sich der Preisrichter für das älteste Jungrind, welches vor allem mit seiner femininen Ausstrahlung und seinem Rassetyp zu überzeugen wusste.
Den Gesamtsieg bei den Jungrindern konnte in der Endauswahl Joviale von Sebastian Krause mit nach Sachsen nehmen. Somit wiederholte sie den Sieg bei den Kuhkälbern im letzten Jahr jetzt als Jungrind. Der Reservesieg ging an Ludique von Thierry Kolb aus Riedseltz im Elsass.

Kuhkälber
Wie in den letzten Jahren immer, war die Kategorie der Kuhkälber quantitativ am besten besetzt. Insgesamt 46 Kuhkälber, geboren von Anfang Oktober 2015 bis Anfang März 2016, gingen hier in elf Richtklassen in den Wettbewerb. In der ersten Altersklasse konnte die Fakir Tochter Omega aus der Zucht von Thomas Schrell aus Kierspe voll überzeugen. Hervorragend entwickelt punktete sie in Rassetyp und Bemusklung in Rücken und Keule. Ebenfalls mit diesen hervorragenden Eigenschaften ausgestattet war Ludmilla in der zweiten Klasse. Das zusätzlich noch enorm rahmige Kuhkalb von Univers RA wurde von Siegfried Schneiderbauer aus Roßbach präsentiert. Mit Amsel aus der Zucht von Marko Beu, Osterholz-Scharmbeck konnte ein genetisch hornloses Kuhkalb den Richter mit enormer Breite in Rücken und Becken überzeugen und gewann die dritte Klasse souverän. Die Gallway RS Tochter Luisa aus der Zucht von Dr. Wilfried Steinhauer gewann die vierte Altersklasse. Marlene von Lutz Kulina aus Solpke in Sachsen-Anhalt überzeugte in Typ Bemuskelung uns Skelett und ließ somit die Konkurrentinnen des fünften Ringes hinter sich. Mit der bestens entwickelten Espion-Tochter Lara komplettierte die Zuchtstätte Boehmler ihren Erfolg, denn alle vier aufgetriebenen Jungtiere konnten somit in ihrer Klasse den 1a Platz für sich verbuchen. Das enorm tiefe und breite Kuhkalb Venise von Volker Reinhard aus Brechen konnte die siebte Klasse für sich entscheiden. Mit SantaFee entschied ein ChicMod Kuhkalb aus dem Betrieb von Stefan Damm die achte Gruppe für sich. SantaFee fiel insbesondere durch Rassetyp und ihre Gesamtharmonie auf. In der neunten Altersklasse freute sich Georg Rietzler aus Kempten über den 1a Platz seines Kuhkalbes Iliana. Die Castor Tochter war sehr typvoll, hatte eine sehr feminien Kopf und einen tiefen und gut bemuskelten Körper. Mit Moisson stellte Ernest Hoeffel aus Walbourg ein Ausnahmekuhkalb mit hervorragender Gesamtentwicklung und –erscheinung. Besonders Ihre gute Bemusklung konnte den Richter überzeugen. Mit Ilina errang die Zuchtstätte Robert Allmannsberger auch bei den Kuhkälbern mit einer Nachzucht vom Bullen Joyau einen 1a Platz.
Die elf 1a prämierten Kuhkälber im Endring zählten abschließend wie immer zu einem der besten Schaubilder der gesamten Veranstaltung!! Nachdem der Richter die Gesamtzahl von elf auf sechs Kandidatinnen verringert hatte, entschied er sich schließlich für Moisson vom Betrieb Hoeffel als Reservesieger-Kuhkalb. Knapp geschlagen wurde sie nur von Ludmilla aus dem Betrieb Schneiderbauer. Sie wurde mit einem sehr schönen Rassetyp, einem großen Rahmen mit guter Bemuskelung und gutem Skelett zum Siegerkuhkalb 2016.

Jungzüchter
Auch 2016 stellten sich insgesamt 15 Jungzüchter in drei Altersgruppen dem seit mehreren Jahren durchgeführten Jungzüchter-Vorführwettbewerb. Diese Teildisziplin des normalen Jungzüchterwettbewerbes wird auf Grund des engen Zeitplanes seit einigen Jahren angeboten und immer mehr angenommen. In der ersten Altersklasse konnte Joshua Schulte aus Kirchhundem mit einem Kuhkalb die beste Vorführ- und Aufstellleistung zeigen und bekam dafür den 1a Platz. Ebenfalls eine souveräne Leistung im Vorführen zeigte in einer engen Konkurrenz Hannes Wehde aus Isernhagen. Er konnte sein Jungrind gekonnt präsentieren und wurde mit dem ersten Platz in seiner Gruppe belohnt. Mit ihrer umsichtigen und gekonnten Präsentation sicherte sich Linda Polzfuß aus Brandenburg den Klassensieg. In der Endauswahl spielte Linda ihre ganze Routine aus und führte Ihr Kuhkalb nahezu perfekt vor. Diese Leistung sicherte ihr neben dem Klassensieg auch den Gesamtsieg bei den Jungzüchtern.

Zusammenfassend bleibt nur zu sagen, dass die diesjährige Bundesschau mit der gezeigten Quantität an Tieren aber vor allem auch mit der Qualität der Tiere voll zu überzeugen wusste. Den würdigen Rahmen stellte zum zweiten Mal die Agrargenossenschaft Teichel e.G. bei der sich alle Beschicker und Besucher recht herzlich bedanken!!

Clemens Braschos

Die Prämierungsliste finden Sie unter "Dokumente"


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Teichröda – zum Zweiten

Teichröda – zum Zweiten

Teichröda – zum Zweiten

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